Veranstaltungen (Archiv)

 

Geschichte
Die 1970er Jahre stellen in der Nachkriegsgeschichte eine Art Zeitenwende dar: Das wirtschaftliche Hochwachstum endet mit der Ölkrise, mit den sog. new families wird erstmals eine vollständig in der Nachkriegszeit sozialisierte Generation erwachsen, Wohlstand und Bildung erfassen immer weitere Teile der japanischen Bevölkerung. Gleichzeitig mehren sich die Probleme: Umweltverschmutzung, schlechte Wohnverhältnisse in den Städten, Strukturwandel in der Wirtschaft, Alterung der Gesellschaft u.a.m.
In diesem Seminar wollen wir den Wandel der japanischen Gesellschaft und verschiedener Vorstellungen von Gesellschaft und Individuum seit den 1970er Jahren untersuchen. Die Themenschwerpunkte richten sich nach den fachlichen Interessen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Literatur:
Allinson, Gary D.: Japan's postwar history. Ithaca, NY : Cornell Univ. Press,1997.
Bailey, Paul J.: Postwar Japan : 1945 to the present Cambridge, Mass. : Blackwell, 1996.
Kreiner, Josef et al (eds.). Japanese culture and society : models of interpretation. München : iudicium-Verl., 1996.
Mizuta, Kazuo: The structures of everyday life in Japan in the last decade of the twentieth century. Lewiston, NY : Edwin Mellen Press, 1993.
Sugimoto, Yoshio: An introduction to Japanese society Cambridge :Cambridge Univ. Pr., 1997.
Waswo, Ann: Modern Japanese society 1868 - 1994. Oxford: Oxford Univ. Press, 1996.

 

Kultur
Die japanische Höflichkeit ist sprichwörtlich. Sie tritt uns nicht nur im "ewigen Lächeln" oder in der Höflichkeitssprache entgegen, sondern auch in unterschiedlichsten Lebenssituationen, in denen ein bestimmtes, als "gutes Benehmen" empfundenes Verhalten erwartet wird. Ausdruck findet dieses "gute Benehmen" in Kleidung, Sprache, nonverbalen Kommunikationsformen, Tischsitten, dem Austausch von Geschenken und anderen Aspekten zwischenmenschlicher Beziehungen. Diese Vorstellungen von "gutem Benehmen" werden unter dem Begriff "Etikette" zusammengefasst und reichen vom höfischen oder staatlichen Zeremoniell bis hin zu den alltäglichen Umgangsformen. Kenntnis der jeweiligen Etikette gilt als ein Schlüssel zu erfolgreicher interkultureller Kommunikation.
Die Vorlesung will am Beispiel der japanischen Etikette zeigen, woher bestimmte Formen des Zeremoniells und des Umgangs kommen, wie sie sich entwickelt und gewandelt haben und wie weit sie noch heute das Leben in Japan bestimmen. Dabei werden traditionelle Benimmbücher ebenso herangezogen wie moderne Manga für Manager und Firmenangestellte.

Literatur:
Befu, Harumi (1983): Stichwort "etiquette" in Kodansha encyclopedia of Japan, Bd. 2, S. 232-34
Lamparth, Hartmut: Japanische Etikette : ein Handbuch aus dem Jahre 1887 Hamburg : OAG 1995
Lebra, Takie Sugiyama: Japanese patterns of behavior. Honolulu: University of Hawaii Press, 1976.
Josef Kreiner et al (eds.): Japanese culture and society : models of interpretation. München : iudicium-Verl., 1996.

 

Wirtschaft
Deutsche Unternehmen und der Wachstumsmarkt China: Markterschließung, Markteintrittsprobleme, Standortplanung

 

Kultur
Die tragische Erfahrung des dreijährigen Krieges hat in Korea bitteren gegenseitigen Hass und eine ideologisch überhöhte "Animosität" zwischen dem Norden und dem Süden hinterlassen. Die beiden Regierungen beschuldigen sich gegenseitig, für die Teilung verantwortlich zu sein, und betrachten sich als politisch-militärische Todfeinde und die jeweils andere Seite als Bedrohung für die Sicherheit des eigenen Systems. Infolge dessen ist die Teilung Koreas bis heute von einer, aus deutscher Sicht, unglaublichen Radikalität und Totalität gekennzeichnet.
Dies spiegelt sich auch in den Filmen wider, in deren Mittelpunkt der Koreakrieg steht. Die meisten südkoreanischen Kriegsfilme waren bis in die 1980er Jahre von antikommunistischer Ideologie und Propaganda geprägt. Ein Filmkritiker sieht in diesen antikommunistischen Filmen, die von privaten Filmgesellschaften erstellt wurden, sogar ein eigenes koreanisches Genre. Die antikommunistischen Gefühle wurden von autoritären Herrschern wie Rhee Syng Man (1948-1960), Park Chung Hee (1961-1979) und Chun Doo Hwan (1980-1987) systematisch beschworen; sie sahen darin eine Chance, die ihnen fehlende Legitimität zu kompensieren. Sie wollten von der Bevölkerung als Hüter der Nation gegen den Kommunismus wahrgenommen werden und sie verlangten von der Filmindustrie, in diesem Sinne erzieherisch zu wirken.
Mit der Demokratisierung 1987/88 begann man in Südkorea, die Sinnlosigkeit des Bruderkriegs im Film zu thematisieren. Mit NAMBUGUN (DAS SÜDLICHE BATALLION) und T'AEBAEKSANMAEK (DIE GEBIRGSKETTE TAEBAEK) kamen 1990 bzw. 1994 zwei beachtliche Anti-Kriegsfilme ins Kino. Die großen Erfolge der neuen Kriegsfilme wie T'AEGUKKI HWINALRIMYO oder WELCOME TO TONGMAKKOL zeigen, wie ganz anders die jungen Generationen in Südkorea mit dem Koreakrieg umgehen.
In diesem Seminar, das in zwei Blöcken stattfinden wird, wollen wir versuchen, anhand der Kriegsfilme die Aufarbeitung des Krieges in Südkorea und die sich verändernde Rolle des Antikommunismus als Staatsideologie zu untersuchen.

Literatur:
Bruce Cumings, Korea's Place in the Sun. A Modern History. New York-London (W.W. Norton & Company)
Bruce Cumings The Origins of the Korean War (2 vols). Princeton University Press, 1981, 1990

 

Wissen
Der Legismus gehört zusammen mit dem Konfuzianismus und dem Daoismus zu den großen Grundrichtungen der klassischen chinesischen Philosophie. Er war Schrittmacher der Durchsetzung des zentralistischen Beamtenstaates und hat die chinesische Staaträson über die Antike hinaus nachhaltig informiert. Das Seminar untersucht die legistische Theorie anhand ausgewählter Passagen aus dem Hanfeizi ("Meister Han Fei"), einem der einflußreichsten und zugleich meistgeschmähten Texte der chinesischen politischen Literatur. Han Fei (ca. 280-233 v. Chr.), der bedeutendste Theoretiker des Legismus, bekämpft die konfuzianische Ethik als anachronistisch und staatsfeindlich und entwickelt, aufbauend auf Vorgänger, ein auf Machtausübung (shi), Gesetz (fa) und Herrschaftsmethode (shu) gestütztes amoralisches Modell der Politik. Es klingt in manchem Punkt bestechend modern und hat nach dem Niedergang des "konfuzianischen" China erneut Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Literatur:
Chen Qiyou, Hanfeizi jishi, Peking 1962
Liang Qixiong, Hanzi qianjie, Peking 1960
Liao, W. K., The Complete Works of Han Fei Tzu, London 1939 (Gesamtübers.)
Mögling, Wilmar, Die Kunst der Staatsführung. Die Schriften des Meisters Han Fei, Leipzig 1994 (Gesamtübers.)
Watson, Burton, Han Fei Tzu: Basic Writings, New York and London 1964 (Teilüb.)
Hsiao Kung-chuan: A History of Chinese Political Thought, Vol. 1, Princeton 1979 (1945)
Roetz, Heiner: Die chinesische Ethik der Achsenzeit. Frankfurt/M. 1992
Wu Geng, Die Staatslehre des Han Fei, Wien 1978
Vandermeersch, Léon, La formation du Légisme, Paris 1965
Tai Tong-schung, Der chinesische Legalismus (Fa Chia) unter besonderer Berücksichtigung seiner rechtspositivistischen Elemente, Diss. Mainz 1969
Wang Hsiao-po und Chang, Leo S., The Philosophical Foundations of Han Fei's Political Theory, Honolulu 1986
Lundahl, Bertil, Han Fei Zi: The Man and the Work, Stockholm 1992
Fu Zhengyuan, China's Legalists: The Earliest Totalitarians and their Art of Ruling, Armonk und London 1996

 

Gesellschaft
Thailand - Exodus aus Liebe oder Geldnot?

 

Wirtschaft
Wirtschaftsgeschichte, Beziehungen zwischen China und Südostasien, portugiesisch-chinesische Beziehungen/Macau, Mittelalter - Frühe Neuzeit -Modernes China, umgangssprachliche chinesische Literatur

 

Kultur
Archäologie, Seidenstraße (UNESCO), Ethnologie, Modernes China, (Regionaler Schwerpunkt: Südchina,Taiwan), Chinesische Ethik, insbesondere Umgang mit Minderheiten

 

Kultur & Religion
Geistes- und Philosophiegeschichte, Chinesische Religionen, Mongolistik, Aktuelle politische Entwicklungen

 

Kultur
Chinesische Literatur, Manjuristik, Buddhismus

 

Kultur
Terrakotta-Armee - Sanierung und Restaurierung der Tonkrieger-Bemalung; Entstehung der Armee

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